Blog der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft

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Deutsche Gemmologische Gesellschaft e.V.
Prof.-Schlossmacher-Str. 1
D-55743 Idar-Oberstein

 

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Für alle Beiträge behält sich die Deutsche Gemmologische Gesellschaft (Deutsche Gesellschaft für Edelsteinkunde) e.V. sämtliche Rechte vor, insbesondere die des Nachdrucks, der Übersetzung in andere Sprachen und der photomechanischen Wiedergabe. Die veröffentlichten Beiträge stellen – soweit namentlich bezeichnet – die Auffassung der Autoren dar und geben nicht notwendig die Meinung von Herausgeber und Schriftleitung wieder. (Content of this journal may not be reproduced in any form without the permission of the German Gemmological Association. Opinions expressed do not necessarily reflect the views of the Association.)

Kürzlich wurden dem Labor der Deutschen Stiftung Edelsteinforschung einige rote, klar durchsichtige Kristallfragmente mit Gewichten zwischen 0.5 und 4 g. vorgelegt, bei denen es sich angeblich um natürliche Spinelle handeln sollte. Bereits bei Betrachtung unter dem Polariskop konnte man die Identität Spinell ausschließen, da sich die Steine eindeutig als doppelbrechend zu erkennen gaben. Mit Hilfe der mobilen Ramansonde wurde das Material als Korund bestimmt. Unter Vergrößerung waren sowohl eine gebogenen Anwachsstreifung als auch vereinzelt Gasblasen zu erkennen. Die Steine enthielten desweiteren einige Risse, welche auf mechanische Beanspruchung („Trommeln“) zurückzuführen sind. Auch die Oberfläche der Fragemente wirkte beansprucht und Kanten waren leicht abgerundet. Es handelte sich folglich um synthetische Korunde, die wir in dieser Form schon häufiger gesehen haben und als angebliche Rubine aus Mosambik angeboten wurden. Da rote Spinelle sehr begehrt und in dieser Transparenz sehr selten sind versucht man es nun auf diese Weise.

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