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Die aktuelle Ausgabe von Gemmologie - Zeitschrift der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft e.V. ist für Mitglieder im Online-Archiv abrufbar.
Für alle Interessierten ist das Heft in Druckform bei der DGemG erhältlich:
Vorwort zum aktuellen Heft 1/2 Juni 2026

Mit dem vorliegenden Heft beginnt der 75. Jahrgang der Zeitschrift Gemmologie der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft.
Unsere Fachzeitschrift „Gemmologie“ verbindet naturwissenschaftliche Fragestellungen, analytische und technische Methoden sowie warenkundliche und wirtschaftliche Themen mit unmittelbarem Bezug zur Edelstein- und Schmuckbranche. Ihre Inhalte reichen von der praktischen Edelsteinbestimmung über Fragen der Farbursachen und der Entstehungsbedingungen von Edelsteinen bis hin zur Erkennung künstlicher Eigenschaftsveränderungen. Weitere wichtige Felder sind die geologische und mineralogische Untersuchung von Edelsteinvorkommen sowie kulturhistorische Aspekte.
Die Beiträge dieses Heftes spiegeln diese verschiedenen Facetten der Gemmologie exemplarisch. Claudio Milisenda stellt erste Untersuchungsergebnisse an kupferhaltigen und nicht-kupferhaltigen Turmalinen aus einem neuen Vorkommen in Äthiopien vor. Diese Ergebnisse zeigen, dass ein signifikanter Anteil dieser Turmaline aufgrund ihrer absorptionsspektroskopischen Charakteristika als Paraíba-Turmaline bezeichnet werden kann.
Ebenfalls aus Äthiopien stammen purpur- bis lilafarbene Chalcedone, über die Henn et al. berichten. Äthiopien hat sich damit in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Herkunftsland zahlreicher Edelsteine entwickelt, von dem wir noch viel hören werden.
Karl Schmetzer beschreibt in seinem Beitrag das Vorkommen, die Gewinnung und Verarbeitung böhmischer Granate, die über Jahrhunderte hinweg eine bedeutende Rolle im Granathandel spielten und zugleich kulturhistorisch von großer Bedeutung sind.
Henn & Schmidt beschreiben eine interessante Spielart des Jaspis aus dem Saar-Nahe-Becken, der unter dem Namen Panthera-Jaspis bekannt ist. Für die Charakterisierung der Farbursachen des Materials kommt die Lichtleitertechnik in Verbindung mit mobilen Spektrometern zum Einsatz, die in jüngster Zeit in der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft zu einer Routinemethode für opake Edelsteine weiterentwickelt wurde.
Einen neuen Blick auf Edelsteine und Edelsteinschliffe eröffnet schließlich Bernhard Weninger mit seinem Artikel über die großformatigen Gemälde geschliffener Edelsteine der amerikanischen Künstlerin Angie Crabtree.
Mit herzlichen Grüßen
Dr. Thomas Lind
Präsident
Deutsche Gemmologische Gesellschaft e.V.

Inhalt des aktuellen Hefts 1/2 Juni 2026
75 Jahre Zeitschrift der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft
C. C. Milisenda und J. Guo
Neues Vorkommen kupferführender Turmaline in Äthiopien
K. Schmetzer
Böhmische Granate - Vorkommen, Gewinnung und Verarbeitung
U. Henn und R. Schmidt
Panthera-Jaspis aus Baumholder
U. HENN, T. DÖBLER, Q. WANG und T. STEPHAN
Purpur- bis lilafarbener Chalcedon aus Äthiopien
Angie Crabtree: Edelsteine auf der Leinwand
Ein Portrait der Künstlerin von B. Weninger




